Zu früh für diese Welt


Frühgeborene haben einen besonders schweren Start ins Leben. Schon zu Beginn sammeln sie durch die vielen Untersuchungen im Krankenhaus negative Körpererfahrungen. Der erste Kontakt zu Mama findet ebenfalls etwas später statt. Wichtig ist es daher, den Kindern viel Körperkontakt anzubieten. So erlernen die Kinder wieder ein positives Körpergefühl.


Häufige Probleme, die ein zu früh geborenes Kind im ersten Lebensjahr aufweist:


- Schädelasymmetrien

- Zu viel oder häufiger zu wenig Muskelspannung und dadurch Probleme in der motorischen Entwicklung

- Trinkstörungen

- Blähungen und Verdauungsschwierigkeiten


Bei der osteopathichen Untersuchung werden die Schädelknochen und Fontanellen palpiert. Die Wirbelsäule wird untersucht, ebenso werden die Hüften geprüft. Bewegungseinschränkungen können so schon frühzeitig behandelt werden. Das Organsystem wird in der osteopathischen Untersuchung vor allem auf Druckveränderungen untersucht. Wie arbeitet das Zwerchfell, die Organe des Brustraumes und des Bauchraumes zusammen?


Da frühgeborene Kinder meist per Kaiserschnitt geboren werden, ist es wichtig, die Halswirbelsäule zu untersuchen. Erkennt man Bewegungseinschränkungen zu spät, drehen die Kinder den Kopf vermehrt zu einer Lieblingsseite, was zu Schädelabflachungen auf einer Seite führen kann.


Meist sind 1-3 osteopathische Sitzungen notwendig. Bei anderen ist eine osteopathische und physiotherapeutische Begleitung im ersten Lebensjahr zu empfehlen.



Da viele Frühgeborene Verzögerungen in der motorischen Entwicklung zeigen, empfehle ich, die Kinder zusätzlich physiotherapeutisch zu begleiten.

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© 2018 – Maike Balk